Dr. Oetker Bistro Baguette, nicht Zuhause Französisch

Dass Franzosen Baguettes lieben und es ein nationales Kulturgut ist, ist im allgemeinen bekannt. Unsere Nachbarn haben auch die Bistro-Kultur entwickelt und auf die Spitze getrieben, was keinesfalls negativ gemeint ist, sondern voller Bewunderung. Auch im Winter oder bei Regen sitzen Französinnen und Franzosen  bevorzugt draußen unter Heizstrahlern.
Dr. Tiefkühl hat dieses Lebensgefühl aufgegriffen, das Bistro Baguette entwickelt und suggeriert dem Verbraucher mit dieser Mischung aus der italo-französischen Küche ein Stück französischen Lebensgefühls.
Stimmt leider nicht so ganz.

Weizenmehl mit Wasser, Hefe, Olivenöl und etwas Salz vermischen, darauf Tomatensauce mit einem Belag je nach Geschmack und dann das Ganze mit Käse überbacken ist eine gute Idee. Kommt ursprünglich aus Neapel, Italien, heißt da Pizza, ist rund und dünner als ein Baguette.
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Über 100 Jahre Dr. Oetker Schul-Kochbuch

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Ausgabe D   Von Fachkräften neubearbeitet und inhaltlich vermehrt.

Wenn der Name Dr. Oetker fällt, denken die wenigsten an einen Arzt oder Gesundheitsvorsorge. Wäre selbstverständlich nicht verkehrt, da man mit Dr. Oetker nicht unbedingt ausgeglichene Nahrungsaufnahme verbindet.
Pizzen wie Ristorante, die Ofenfrische, Traditionale oder der Pizzaburger, diverse Puddings, Backpulver, Coppenrath & Wiese Kuchen und natürlich unzählige Backmischungen sind die ersten Assoziationen, wenn man den Namen hört.
Das war Anfang des 19. Jahrhunderts noch anders. Damals brachte Dr. Oetker das Schulkochbuch für „Hausfrauen“ (die Wortwahl stammt nicht von mir, sondern kommt aus dem Vorwort der Ausgabe D) raus und hatte großen Erfolg – bis 1939 verkauft der Verlag davon mehr als 8 Millionen Stück zum Preis von 1,60 DM.

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