Süßkartoffel-Flammkuchen mit Ziegenkäse und Radicchio

Einer der Klassiker aus dem Elsass, der, zur allgemeinen Überraschung, nicht mit der Pizza verwandt ist. Anhand des Flammkuchens hat man  früher die Temperatur des Holzbackofens getestet, bevor Brot gebacken wurde. Außerdem konnte so die Hitze, die beim Aufheizen entstanden ist sehr gut genutzt werden.
Dank der wenigen Zutaten ist Flammkuchen schnell gemacht und jeder kann ihn individuell belegen, ob klassisch mit Zwiebeln und Speck, mit Walnüssen, Ziegenkäse, Honig und Thymian oder wie hier mit Süßkartoffeln.
Bei Flammkuchen bekommt jeder, was er möchte, dazu eine Flasche Riesling und es kann nichts schief gehen.
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Die ProWein 2018 – Wein um die Welt

Mitten in der Fastenzeit werde ich Jahr für Jahr wegen einem Großereignis vom Fasten abgehalten. Die ProWein in Düsseldorf. Einem der größten internationalen Branchentreffs für die Weinwelt. An der Fachmesse nehmen über 6.700 Aussteller aus 300 Anbaugebieten und mehr als 60 Ländern teil.

Bei dem Umfang ist eines vorab schon klar. In den drei Tagen der Messe ist es so gut wie unmöglich, alle Aussteller und Anbaugebiete zu verkosten. Wer sich viel Mühe gibt, schafft es an den drei Tagen aus jedem Land einen Wein zu probieren.
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Epicerie Boucherie: Französische Delikatessen & Bistro-Küche

Die Epicerie Boucherie ist nicht nur zum Einkaufen von französischen Delikatessen ein sehr guter Anlaufpunkt. Das klassisch, französische Essen mit einem belgischen Klassiker garniert, kann bis auf den letzten Bissen überzeugen.
Das Bistro ist komplett mit Tischen und Regalen vollgestellt. Bei den Mieten, die in der Kölner Südstadt aufgefahren werden, ist das absolut verständlich. Der Empfang ist freundlich und locker, wie man es erwartet. Eine kleine übersichtliche Karte, die von einer großen Tafel mit weiteren Spezialitäten ergänzt wird.

Als Vorspeise gab es einen Gourmet-Salat mit geräucherter Entenbrust, Roquefort-Käse und kandierten Walnüssen garniert. Das Gericht steht als Vorspeise auf der Karte, kann man sich auch problemlos teilen und beide haben genug, das Hauptgericht will ja auch noch gegessen werden.
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Lille, essen bei den den Sch`tis

DSC_0084Lille ist eine fanzösische Großstadt im Département Nord in Frankreich und die Hauptstadt der Region Hauts-de-France. In Frankreich hat die Region den Ruf, dass dort arktische Temperaturen herrschen und die Leute einen furchtbaren Akzent haben. Stimmt beides nicht. Das Wetter war nicht schlechter als in Belgien an den Tagen zuvor und auch der Akzent war nicht so schlimm wie befürchtet.

Einen Tag zuvor hatten wir grauenhaft in Brügge gegessen. Für den Ausflug nach Lille haben wir besser recherchiert und sind im BIP Gourmand (der kleine Bruder vom Guide Michelin) fündig geworden. Das Gabbro in der 55, rue de Saint André lag etwas außerhalb, aber es war den kleinen Umweg auf alle Fälle wert.

Das Gabbro liegt ca. 10-15 Minuten außerhalb des Zentrums von Lille.

Man wird freundlich begrüßt, bekommt einen der kleinen Bistrotische und direkt die Tafel mit dem aktuellen Tagesmenü. Als Aperitif gab es einen trockenen Weißwein und frisch gepressten Orangensaft.
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Eine Ode an die Restaurantkritiker

Es ist immer schwer in der Fremde ein gutes Lokal zu finden. Gerade in schmucken Städtchen, die Beinamen wie „Venedig des Nordens“ tragen, wird es einem nicht leicht gemacht.
In Brügge wird da aus jeder, etwas besseren Frittenbude ein Hot Spot für „Moules et Frites“. Diesen Fehler mussten wir teuer bezahlen. Miese „Moules et Frites“, ein grauenhafter Croque Monsieur in einer ungemütlichen Atmosphäre. Inklusive einer kleinen, typischen belgischen Bier Verkostung, durften wir für den ganzen Müll über 50,00 € ausgegeben.

Schlechtes Essen ist doppelt teuer, da man es doppelt bezahlen muss. Man isst es, wird nicht satt und geht in den nächsten Supermarkt um das nachzuholen, was man vorher nicht bekommen hat. Neben „Geheimtipps“ aus Reiseführern sind Bewertungsportale, wo jeder was schreiben kann auch kein zuverlässiger Ratgeber mehr.
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Frankreich: Die Küche, Die Wir Lieben.

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Bildnachweis: Stockfood München

Frankreich mit allen Sinnen genießen – Beliebte Rezepte aus allen Regionen stimmungsvoll inszeniert.

Frankreich steht für lässige Eleganz, Leichtigkeit und vor allem kulinarischen Genuss. Längst hat die französische Küche den Ruf komplizierter Haute-Cuisine abgestreift. Heute schätzt man sie wegen ihrer raffinierten Einfachheit und der absoluten Hingabe zu regionalen Produkten. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die französische Küche mit ihren ganz eigenen, wunderbaren Produkten. Stimmungsvolle Bilder zeigen die große Affinität der Franzosen zu gutem Essen. Kochen und Essen sind Lebensgefühl. Die Rezepte sind landestypisch mit vielen beliebten Klassikern, aber zeitgemäß und leicht nachzukochen. Sie zeigen die ganze Bandbreite französischer Küche von bodenständig bis fein. Kleine Produktkunden und viele Infos geben zusätzlich einen Einblick in die Besonderheiten französischer Küche.
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Champeaux: Alain Ducasse begibt sich auf neue Wege

Alain Ducasse ist zweifelsohne einer der besten Köche der Wdsc_0172elt. Seine Restaurants sind in Monte Carlo, Paris, London, Tokyo, New York und Hong Kong.

Mit dem Champeaux in Pars schlägt er einen neuen Weg ein, die Bistro-Küche. Eine der beliebtesten Küchenstile in Frankreich. Im Einkaufszentrum von Les Halles hat er das Champeaux eröffnet, ein Bistro im Bahnhofsstil. Neben einer modernen Einrichtung und einer ganztägigen Küche bietet das Restaurant eine übersichtliche Karte mit einer guten Auswahl an Weinen.
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Teufelsfrucht, Sternekoch Xavier Kieffer gegen einen Schweizer Lebensmittelkonzern

9783462042870Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer  hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er seinen Gästen Huesenziwwi, Bouneschlupp und Rieslingpaschtéit serviert. Doch dann bricht eines Tages ein renommierter Pariser Gastro-Kritiker tot in seinem Restaurant zusammen – und plötzlich steht Kieffer unter Mordverdacht. Als dann noch sein alter Lehrmeister spurlos verschwindet, beschließt der Luxemburger, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen; sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stößt er auf eine mysteriöse, außergewöhnlich schmackhafte Frucht, auf gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die von Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck beherrschte Gourmetszene ein – und erkennt, was auf dem Spiel steht.

Mit seinem ersten Krimi um den sympathischen ehemaligen Sternekoch Xavier Kieffer hat Tom Hillenbrand direkt Ausrufezeichen gesetzt. Ich habe das Buch Weihnachten geschenkt bekommen und es lag dann erstmal eine Zeit im Regal. Dann habe ich angefangen und nach zwei Tagen lag es wieder im Regal – nicht weil es schelcht war. Ich hatte es einfach durchgelesen. Es war für mich unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. Bei den letzten Kapiteln, welche ich in der Bahn gelesen habe, habe ich meine Haltestelle verpasst und musste wieder ein Stück zurück fahren. Weiterlesen

Tod in Bordeaux, ein Weinhändler ermittelt in der schönsten Weinregion der Welt

Martin Bongers ist erschüttert: Gestern erst hat er sich von seinem besten Freund, einem WinzerTod in Bordeaux im Bordelais, verabschiedet, nun ist Gaston tot. Und der Wein, den Martin verkosten sollte, ist ihm auf seiner Rückreise nach Frankfurt gestohlen worden. Martin wird misstrauisch. Er muss zurück nach Frankreich, muss wissen, was mit Gaston geschehen ist.

Für seinen ersten Roman hat Paul Grote direkt die Hauptstadt des Weins als Schauplatz gewählt – die wunderschöne Region rund um Bordeaux mit dem malerischen (im Sommer etwas  überlaufenem) Weindorf  Saint Émilion. Nachdem ich zuerst seinen Roman Spur des Barolo gelesen habe und davon angetan war, habe ich mich danach für eine Flasche Bordeaux als Begleitung zu meiner Lektüre entschieden, da kam dann natürlich nur ein Buch in Frage.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Martin Bongers, seines Zeichens Weinhändler aus Frankfurt mit einem hervorragendem Gaumen. Auf der Rückfahrt von Saint Èmilion zu seinem Geschäft nach Frankfurt bekommt er von seinem besten Freund Gaston ein paar Flaschen Wein, die er bitte zu Hause testen soll. Die Flaschen (bis auf eine) werden in der Nacht aus seinem Auto geklaut und Gaston wird bei einem Unfall mit einem Gabelstapler getötet. Dann erkundigen sich noch Kunden, nachdem Wein der gestohlen wurde und das Ganze nimmt seinen Lauf. Weiterlesen

Das „Le Moissonnier“ – Aromen der Provence am Kölner Ring.

Das Le Moissonnier hat den Ruf, eines der besten Restaurants Kölns zu sein, auch der Guide Michelin bestätigt das mit zwei Sternen. Wenn man sich auf der Homepage über das Restaurant informiert, kommen einige Fragen auf. Eric Menchon ist vor 25 Jahren aus Aix en Provence mit dem Zug am Kölner Hauptbahnhof angekommen und tatsächlich geblieben. Obwohl ich in Köln geboren und aufgewachsen bin, frage ich mich allen Ernstes, was ihn bewogen hat zu bleiben. Aix en Provence ist ein wunderbares und malerisches Dorf im Herzen der Provence, während der Kölner Hauptbahnhof vor 25 Jahren mit das Hässlichste war, das ich kenne, selbst wenn ich heute mit dem Zug aus Aix en Provence ankommen würde, hätte ich als Erstes das Bedürfnis zurück zu fahren. Eric Menchon hat sich entschieden zu bleiben und das zu tun, was er am besten kann – zu kochen.
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