Mexiko – mehr als nur Tequila

Wer an Mexiko denkt, dem kommen Banditen aus Western-Filmen, schlechte, viel zu fettige Tex Mex Küche und leider Sierra Tequila Silver, den früher sicher jeder mit Salz und Zitrone getrunken hat, in den Sinn.
Ist nicht ganz falsch, trotzdem – Mexiko hat sehr viel mehr zu bieten.
Neben einer abwechslungsreichen, geschmacksintensiven, scharfen Küche gibt es natürlich sehr guten Tequila und einen fantastischen Mezcal.
Mezcal hat nichts mit Mescalin zu tun, er ist eine und vielseitig einsetzbare Spirituose.
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Gin & Julep: Durch eine Telefonzelle in die Cocktail-Alchemie

In der aktuellen Ausgabe der Drinks ist mein Bericht über das Gin & Julep in Nürnberg.
Nur der Bericht ist hier auf meinem Blog, wer mehr Informationen über Rums, Whiskys und Bars benötigt, wird in der aktuellen Ausgabe fündig.

Versteckt hinter der Tür einer Telefonzelle öffnet sich nahe des Nürnberger Hauptmarkts die kreative Welt der Spirituosen von Gianni Ripa. Wer durch die schmale Telefonzelle die Bar betritt, fühlt sich zeitgleich in die 1920er Jahre und die Neuzeit versetzt.
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Negroni – a true classic since over 100 years

English translation at the bottom

Negroni – seit über 100 Jahren ein großer Klassiker 

Seit genau einhundert Jahren ist der Negroni auf den Cocktailkarten dieser Welt zu finden.
Wer einmal diese perfekt abgestimmte, leicht ölig wirkende Konsistenz, bestehend aus Campari, Gin und Vermouth auf Eis gerührt, über Eis abgeseiht mit einer Orangenzeste garniert, getrunken hat, erliegt ihm. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn die Mischung hat es in sich.
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Österreichischer Whisky – Wasser des Lebens

Über 20 Jahre habe ich unterschiedlichste Whiskys probiert, an Verkostungen teilgenommen, viel Zeit in der größten Whiskybar der Welt (Hotel Waldhaus am See, St. Moritz) verbracht und nie den Geschmack und Zugang zu Whisky gefunden.
Nach meinem Besuch in einer Whisky-Destillerie, in einem der bekanntesten Whisky-Länder weltweit: Österreich, hat sich das geändert. Zum allerersten Mal schmeckt mir Whisky und das sogar ohne Zitronensaft, Zucker und Eiweiß (Whisky Sour).
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Braulio – Natur in ihrer reinsten Form

„Die Götter im Olymp haben nur Wein getrunken, weil Sie Braulio noch nicht kannten.“ Das ist meine bescheidene Meinung. Wenn Gianni ebenfalls vor Ort gewesen wäre, hätten sie ihn wahrscheinlich als Brauliojito getrunken, dazu später mehr.
Schon beim Halten der Flasche, wenn einem das hellblaue Etikett mit der weißen Schrift auf rotem Hintergrund anlächelt, fühlt der Betrachter sich in die Piemonter Alpenwelt versetzt. Saftige grüne Wiesen mit einer Vielzahl von Wildkräutern, die als Grundlage für dieses herrlich braune Elixier dienen.

Wer den roten Verschluss mit einem sanften Knacken öffnet, dem steigt sofort ein süßlich-kräutiger Duft in die Nase. Über die Aromen und den Geschmack von Braulio sollten Gedichte geschrieben werden, nichts kann allerdings den puren Geschmack dieser für mich einzigartigen Spirituose toppen.

Nichts? Vielleicht doch ein paar Cocktails, die mit Braulio der absolute Wahnsinn werden.
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Braulio – eine Hommage an die Reinheit der Natur

Meinen ersten Braulio habe ich 2008 im Sommer im Engadin getrunken, als ich in St. Moritz gearbeitet habe. Wir haben eine Bergtour gemacht und in den Schweizer Alpen gezeltet. Am Abend, als die Sonne hinter den schneebedeckten Berggipfeln unterging, hat dann einer meiner Arbeitskollegen seinen Lieblingsbitter rausgeholt.
Den hatte er vorher zwei Stunden in einem Schneefeld gekühlt. Trotz der Höhe und der widrigen Umstände musste ordentlich gekocht werden, dazu gehört natürlich ein guter Rotwein, ebenso ein Bitter danach. Es war ein Braulio Riserva 2005 und der Geschmack war unbeschreiblich.
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Z44 Distilled Dry, italienischer Gin mit Zirbelkieferzapfen

Der allerletzte Drink auf der ProWein in Düsseldorf, bevor ich zurück zu meiner Schwester nach Köln gefahren bin und mit Ihr noch einen Rotwein getrunken habe, war ein Z44 Distilled Dry Gin mit Tonic. Ein mehr als würdiger Abschluss. Das waldige Aroma, das die Zirbelzapfen diesem Gin verleiht, ist einzigartig.

Auf der eleganten Flasche sind die Hauptdarsteller dieser Gin Komposition bildlich dargestellt. Neben Zirbel, Wacholder an der ersten Geige spielen Schafgarbe und Veilchen eine Hauptrolle, ebenso das Wasser. Beim Öffnen der Flasche mit dem dazu passenden Glasverschluss steigen einem Nadelholz und Harzgerüche gefolgt von einer kräftigen Wacholdernote in die Nase und machen direkt Lust auf den ersten Schluck. Diesen sollte man wenn möglich pur trinken um den typischen und einzigartigen Geschmack des Z44 Gin zu genießen. Ein Hauch von Menthol, ergänzt von der bitteren Note der Enzianwurze, setzen den letzten Akzent beim ersten Schluck.

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Gin-Seng – Bei Dr. Jaglas trifft Ginseng auf Wacholder

Auf der ProWein 2018 habe ich in der letzten Halle, Spirituosen kamen bei mir aus strategischen Gründen zum Schluss dran, noch einen sehr interessanten Gin entdeckt.
Seit einigen Jahren liegt Gin im Trend und neben dem gelben Tonic Water von Schweppes, welches viele Jahre jedem gereicht hat, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von unterschiedlichen Tonic Waters im Einzelhandel. Diese haben alle ihre Berechtigung, dazu kann ich mich nicht äußern.
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Golfers Ginseng Elixier. Ein bitterer Bitter.

In der Juniausgabe eines Hamburger Gourmet-Magazines wurde das Golfers Ginseng Elixier und Artischocken Elixier von Dr. Christina Jagla vorgestellt und empfohlen. Die Wuppertaler Apotheken-Manufaktur stellt diese Bitter nach einer mittelalterlichen Klosterapotheken-Rezeptur her.

Bestellt habe ich natürlich beide, wenn man eine Verkostung startet, sollte man sich mit dem kompletten Sortiment beschäftigen.
Den Anfang macht Golfers Gingseng Elixier. Tausendgüldenkraut, Enzian, Zitwerwurzel wirken verdauungsanregend nach reichhaltigen Mahlzeiten, Safran und Ginseng sind verantwortlich für die besondere Note. Soviel zur Theorie.  Weiterlesen