Etage Nürnberg – bewusstes Understatement

Wer eine Empfehlung braucht, wo man in Nürnberg sehr gut essen gehen kann und nicht auf Schäufele und Schweinsbraten besteht, dem kann ich die Etage nahelegen.
Nur wenige Minuten außerhalb der Stadtmauer, hinterm Schnepperschütz, liegt die Etage in einer alten, restaurierten Mühle an der Pegnitz.
Wen es bei sommerlichen Temperaturen in die Etage verschlägt, setzt sich am besten an einen der Tische in der Nähe der Fenster. Hier weht einem die leichte Brise der Pegnitz um die Nase, das Rauschen im Hintergrund erinnert an die Brandung des Meeres, dazu eine gut gekühlte Scheurebe als Aperitif und der Abend kann nur gut werden.

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Manoir De Lébioles – kleines Versailles der Ardennen

Die Auffahrt zu dem von 1910 fertiggestellten Schloss ist atemberaubend, alleine das rechtfertigt den Besuch des Chateaus, welches unter anderem als „kleines Versailles der Ardennen“ bekannt ist. Der Vergleich zwischen dem Versailler Schloss und dem Manoir De Lébioles ist weit hergeholt.

Eine entspannte Atmosphäre in den sanften Hügeln der Ardennen, kombiniert mit einem gemütlichen Spa Bereich, einer guten französischen, regionalen Küche sind die Vorzüge, die Versailles nicht bieten kann. Außerdem halten sich die Touristenströme, im Gegensatz zu dem großen Bruder in der Nähe von Paris, in Grenzen.
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Restaurant Villers – Mehr Schein als Sein

Auf der Suche nach einem Restaurant in Leipzig bin ich nach kurzer Suche auf das Restaurant Villers im Hotel Fürstenhof gestoßen.
Ein ambitioniertes Küchenteam kocht kreative Kompositionen der französischen und internationalen Küche, alles was es so gibt, irgendwie kombiniert. Das soll mit regionalen und saisonalen Produkten geschehen, wie dazu Jakobsmuscheln, Island-Kabeljau, US-Flanksteak und grüner Spargel im Winter passen, weiß ich nicht.
Entweder ist die Marketing-Abteilung nicht auf dem aktuellen Stand, die Küche macht was sie will oder, was am wahrscheinlichsten ist, die beiden reden nicht miteinander.
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Neobiota – Löffel rein, glücklich sein

„Kommt doch erstmal rein und esst, bevor Ihr Bilder von draußen macht“, empfängt uns Erik Scheffler mit einem freundlichen Lächeln. Der Eindruck, dass im Neobiota Geschmack und Komposition des Essens im Vordergrund stehen, stimmt und wird bei jedem Gang bestätigt.
Eine schöne Optik täuscht nicht über einen schlechten Teller hinweg. Dazu möchte ich anmerken, dass die Optik der Teller ebenfalls sehr gelungen ist.
Das Neobiota liegt zentral in einer Kölner Seitenstraße und die komplette Front besteht aus Glas. Die offene Küche direkt hinter der Bar macht das Restaurant einladend in einer locker und ungezwungenen Atmosphäre.

Das Wichtigste ist natürlich das Essen und darum waren wir schließlich da. Das Menü mit der Weinbegleitung klang schon auf der Homepage sehr gut, zusätzlich haben wir den flambierten Kaisergranat bestellt.
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La Empanaderia: Pisco und authentische südamerikanische Küche

Restaurant-Empfehlungen sind immer gut, wenn diese sich tatsächlich als grandios rausstellen, umso besser. Der Hinweis für die La Empanaderia gehörte definitiv in die Kategorie grandiose Empfehlungen.
Ceviche, Tequeños & Co. gehören, gut zubereitet, mit zu meinen absoluten Lieblingsgerichten und in Kombination mit einen guten Pisco Cocktail macht das Essen noch mehr Spaß.
Der Empfang ist sehr freundlich und die Einrichtung ist authentisch, gemütlich und lädt zum Verweilen ein.
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Ein brasilianisches Rhinozervs in Nürnberg

Wer in Nürnberg essen geht und im Guide Michelin oder in der aktuellen Ausgabe des Feinschmeckers, mit den 500 besten Restaurants in Deutschland, eine Empfehlung sucht, wird zwei Restaurants nicht finden.

Einzimmer, Küche, Bar“, wo Tim Kohler die Klingen wetzt und das „1515 Rhinocervs“ in dem Vivian Zabold ihren brasilianischen Kochlöffel schwingt. Für mich die zurzeit  besten Adressen in Nürnberg.
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Le Servan Paris – scharfe französische Küche

Der TGV hatte Verspätung,  der Akku meines Handys war leer und trotzdem habe ich es irgendwie geschafft in Paris, ohne Navigation und Google, das Le Servan zu finden.
Betrieben wird dieses kleine, überschaubare Restaurant oder Bistro von den Geschwistern Tatiana und Katia Levhas.
Während Tatiana, die Köchin, französische Klassiker neu interpretiert, kümmert sich Ihre Schwester als Restaurantleiterin erstklassig um das Wohl der Gäste.

Das Restaurant ist typisch für ein Pariser Bistro, eng und vollgestellt. Bei den Mieten, die in Paris verlangt werden, ist das kein Wunder, es ist trotzdem gemütlich, wie sie das geschafft haben, kann ich nicht beschreiben, sie haben es geschafft. Eine offene Küche, eine schöne Bar und hohe Fenster haben sicher ihren Teil dazu beigetragen.
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1515 Rhinocerus – Brasilianische Küche in Nürnberg

Im Nürnberger Stadtteil Johannis hat Viviane Zabold ihr brasilianisches Restaurant eröffnet – das 1515 Rhinocerus.

Bei brasilianischen Restaurants gibt es zwei Möglichkeiten, was die Einrichtung betrifft. Entweder überall Fußballtrikots, schlechte Beleuchtung in Kombination mit dunklen Holztischen, die Wände sind dekoriert mit 80er-jahre Postkartenmotiven von der Copacabana, der Jesus-Statue und dem Karneval oder die Einrichtung ist zeit-, schnörkellos und modern. Es ist zum Glück Letzteres und das passt dazu, wie Viviane Zabold die Küche Brasiliens interpretiert.

Die Frage, bezüglich des Dürer Nashorns als Logo, es gibt keine Nashörner in Brasilien,  kann Bettina Zabold beantworten. Auf dem gegenüberliegenden Friedhof ist Albrecht Dürer beerdigt. Das Nashorn gefällt den Inhaberinnen und gegen eine einmalige Nutzungsgebühr kann man es verwenden.
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el seco° – der authentische Geschmack Ecuadors

Vom 19.03 bis zum 31.03.2018 kommen nicht nur die Bewohner in und um Stuttgart in den Genuss von ecuadorianischer Küche. Im Kölner Pop-up Restaurant Laden ein besteht bis Ende März die Möglichkeit sich von den Jungs vom el seco° aus Stuttgart kulinarisch Südamerika näher bringen zu lassen.
Die Einrichtung ist bei allen Konzepten identisch. Die Wand rechts mit den Blumenkästen ist sehr schön und durch die offene Küche ist alles sehr einladend. Zum draußen sitzen war es leider zu kalt.

Zum Wichtigsten, dem Essen.

Ich war binnen drei Stunden zweimal da und habe mehr als die Hälfte der Speisekarte geschafft. Das hatte einen guten Grund, es war köstlich. Die Küche Südamerikas gehört zu dem Besten überhaupt.
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