Variation von Zuckerschoten mit Tomaten und Koriander

Die Idee von EiswürfelimSchuh, das Thunfischsteak mit Zuckerschoten, Tomaten und Koriander vegetarisch zuzubereiten, hat mir gut gefallen. Sie hat sogar gleich zwei Alternativen vorgeschlagen: Pilze und Tofu.
Als Pilz wollte ich einen Portebello-Pilz anbraten und das Gemüse darauf anrichten. Es gibt im Moment leider keine. Tofu gibt es immer, darum habe ich es erstmal damit versucht. Die Wahl fiel auf geräucherten Algen-Tofu, passt am besten zur asiatischen Küche. In Kombination mit Koriander, Zuckerschoten und Soja-Sauce ergibt die Zusammenstellung ein rundes, veganes Gericht.
Den schwarzen Perl-Amaranth kann man für diese Variante in etwas dunkler Soja-Sauce kochen.
Weiterlesen

Das Nagaya in Düsseldorf, Deutschlands beste japanische Küche?

In Deutschlands japanischer Hochburg, Düsseldorf, ist laut Fachpresse und Gastronomieführern eines der besten japanischen Restaurants in Deutschland.
Das Nagaya von Yoshizumi Nagaya.

Der Empfang ist, wie nicht anders zu erwarten, freundlich. Man bekommt einen Tisch zugewiesen und einen Aperitif empfohlen, eine Mischung aus Sake und Yuzu-Sauce.  Hätte man mir nicht gesagt, dass es sich dabei um den bestellten Aperitif gehandelt hatte, ich hätte es für den Amuse Gueule gehalten, den es nicht gab.
In Restaurants dieser Kategorie eher selten. Vielleicht lag es daran, dass ich mich nicht für das Menü entschieden habe.
Weiterlesen

Epicerie Boucherie: Französische Delikatessen & Bistro-Küche

Die Epicerie Boucherie ist nicht nur zum Einkaufen von französischen Delikatessen ein sehr guter Anlaufpunkt. Das klassisch, französische Essen mit einem belgischen Klassiker garniert, kann bis auf den letzten Bissen überzeugen.
Das Bistro ist komplett mit Tischen und Regalen vollgestellt. Bei den Mieten, die in der Kölner Südstadt aufgefahren werden, ist das absolut verständlich. Der Empfang ist freundlich und locker, wie man es erwartet. Eine kleine übersichtliche Karte, die von einer großen Tafel mit weiteren Spezialitäten ergänzt wird.

Als Vorspeise gab es einen Gourmet-Salat mit geräucherter Entenbrust, Roquefort-Käse und kandierten Walnüssen garniert. Das Gericht steht als Vorspeise auf der Karte, kann man sich auch problemlos teilen und beide haben genug, das Hauptgericht will ja auch noch gegessen werden.
Weiterlesen

Auberge Chez Guth. Wildkräuter-Spitzenküche im tiefen Elsass.

Im Hinterland des Elsasses findet man mit viel Glück ein gutes Restaurant, die Gegend ist stark vereinsamt und man bekommt den Eindruck, dass einige Dörfer in naher Zukunft aussterben.
Um dem Glück nach einem guten Restaurant etwas auf die Sprünge zu helfen eignet sich die Guide Michelin App. Standort eingeben und alles, was im Umkreis ist, angucken. Zwei der Restaurants hatten geschlossen, eins war, der Optik nach zu urteilen, seit mehreren Jahren verlassen.
Glück gehabt, andernfalls wären wir nicht im Auberge Chez Guth von Yannick Guth und Emmanuelle David gelandet.
Das Restaurant liegt am Berghang der 600-Seelen-Gemeinde Steige im hinteren Teil vom Elsass. Die Aussicht ist unbeschreiblich. Sanfte Hügel sind mit satten grünen Wiesen und tief dunkelgrünen Mischwäldern bewachsen.

DSC_0359

Direkt neben dem Parkplatz sind die schwarzen Schweine.

Weiterlesen

Ein paar Worte ergeben ein Gericht, man weiß nur nicht welches.

IMG_0014[1]Das Einzimmer, Küche, Bar liegt zentral in Nürnberg, was sich für die Mittagspause oder einen kurzen Zwischenstopp am Samstagmittag anbietet. Seit meinem letzten Besuch hat Tim Kohler nichts am Interieur verändert, was in Ordnung ist. Die Einrichtung ist modern und mehr Tische passen nicht rein, dann wird es ungemütlich.

Wenn man das Glück hat den Tisch mit Blick in die Küche zu bekommen, kann man sehen wie überbewertet Arbeitsfläche in einer Küche ist.  Was Tim Kohler mit seinem Souschef, für mehr Mitarbeiter gibt es in der geschätzte 7 qm großen Küche keinen Platz, kocht, ist beeindruckend. Wenn man die Qualität des Essens mit der Größe der Küche vergleicht, ist das Einzimmer in einer Liga mit dem Gabbro  in Lille, da ist in der Küche auch nicht mehr Platz als in einer Telefonzelle.

Was beim Blick in die Küche etwas überrascht, ist der Thermomix. Ich war immer der Meinung, dass es sich dabei um ein Gerät für Kochmuffel handelt, dass ein hauptberuflicher Koch damit arbeitet, hat mich überrascht.

Darum geht es nicht, es geht ums Essen.
Weiterlesen

Der Löwe von Lyon, eine lebende Legende: Paul Bocuse

Seit über 50 Jahren tragen Paul Bocuse und das gleichnamige Restaurant am Rand von Lyon nun die höchste Auszeichnung vom Guide Michelin: 3 Sterne.
Für Feinschmecker und Liebhaber der französische Nouvelle Cuisine ist ein Besuch bei Paul Bocuse Pflicht. Das Restaurant versprüht den traditionellen Charme der französischen Küche. Draußen an der Wand sind einige der alten Meisterköche verewigt.
Wenn man Glück hat, wird man von Bocuse persönlich begrüßt, wir hatten das Glück.

Das Interieur im gesamten Restaurant ist beeindruckend und man fühlt sich in der Zeit zurück gesetzt. Je nach der Anzahl der Geburtstagsessen spielt ein Page auf einer uralten Drehorgel die Melodie von Happy Birthday. Von der Atmosphäre kann man es mit dem Lapérouse im Paris vergleichen. Dunkler Boden, lange Tischdecken, schwere Stühle, altes Porzellan und viel Gold verleihen dem Restaurant ein unvergessliches Flair.
Die Speisekarte hat eine imposante Größe, neben den A-la-carte-Gerichten gibt es noch das „Menu Grande Tradition Classique“. Die Wahl fiel nicht schwer: „Le Menu Grande Tradition pour deux, s’il vous plaît.“
Weiterlesen

Minneci Nürnberg. Es gibt Luft nach oben.

Viele Optionen hat man, wenn man klassische, gehobenen italienische Küche genießen möchte, in Nürnberg oder Umgebung nicht. Das Minneci soll eine davon sein. Das Ambiente ist einladend, man bekommt schnell einen Tisch zugewiesen und zeitgleich die Speisekarte.
Nach einem trockenen Weißwein ging es dann los.

Das Rote-Beete-Carpaccio mit der Jakobsmuschel war sehr gut, die Kombination aus Meer- und Erdnote ist, wenn es richtig abgestimmt ist, ein Gedicht.
Weiterlesen

Lille, essen bei den den Sch`tis

DSC_0084Lille ist eine fanzösische Großstadt im Département Nord in Frankreich und die Hauptstadt der Region Hauts-de-France. In Frankreich hat die Region den Ruf, dass dort arktische Temperaturen herrschen und die Leute einen furchtbaren Akzent haben. Stimmt beides nicht. Das Wetter war nicht schlechter als in Belgien an den Tagen zuvor und auch der Akzent war nicht so schlimm wie befürchtet.

Einen Tag zuvor hatten wir grauenhaft in Brügge gegessen. Für den Ausflug nach Lille haben wir besser recherchiert und sind im BIP Gourmand (der kleine Bruder vom Guide Michelin) fündig geworden. Das Gabbro in der 55, rue de Saint André lag etwas außerhalb, aber es war den kleinen Umweg auf alle Fälle wert.

Das Gabbro liegt ca. 10-15 Minuten außerhalb des Zentrums von Lille.

Man wird freundlich begrüßt, bekommt einen der kleinen Bistrotische und direkt die Tafel mit dem aktuellen Tagesmenü. Als Aperitif gab es einen trockenen Weißwein und frisch gepressten Orangensaft.
Weiterlesen

Eine Ode an die Restaurantkritiker

Es ist immer schwer in der Fremde ein gutes Lokal zu finden. Gerade in schmucken Städtchen, die Beinamen wie „Venedig des Nordens“ tragen, wird es einem nicht leicht gemacht.
In Brügge wird da aus jeder, etwas besseren Frittenbude ein Hot Spot für „Moules et Frites“. Diesen Fehler mussten wir teuer bezahlen. Miese „Moules et Frites“, ein grauenhafter Croque Monsieur in einer ungemütlichen Atmosphäre. Inklusive einer kleinen, typischen belgischen Bier Verkostung, durften wir für den ganzen Müll über 50,00 € ausgegeben.

Schlechtes Essen ist doppelt teuer, da man es doppelt bezahlen muss. Man isst es, wird nicht satt und geht in den nächsten Supermarkt um das nachzuholen, was man vorher nicht bekommen hat. Neben „Geheimtipps“ aus Reiseführern sind Bewertungsportale, wo jeder was schreiben kann auch kein zuverlässiger Ratgeber mehr.
Weiterlesen

Champeaux: Alain Ducasse begibt sich auf neue Wege

Alain Ducasse ist zweifelsohne einer der besten Köche der Wdsc_0172elt. Seine Restaurants sind in Monte Carlo, Paris, London, Tokyo, New York und Hong Kong.

Mit dem Champeaux in Pars schlägt er einen neuen Weg ein, die Bistro-Küche. Eine der beliebtesten Küchenstile in Frankreich. Im Einkaufszentrum von Les Halles hat er das Champeaux eröffnet, ein Bistro im Bahnhofsstil. Neben einer modernen Einrichtung und einer ganztägigen Küche bietet das Restaurant eine übersichtliche Karte mit einer guten Auswahl an Weinen.
Weiterlesen