Auberge Chez Guth. Wildkräuter-Spitzenküche im tiefen Elsass.

Im Hinterland des Elsasses findet man mit viel Glück ein gutes Restaurant, die Gegend ist stark vereinsamt und man bekommt den Eindruck, dass einige Dörfer in naher Zukunft aussterben.
Um dem Glück nach einem guten Restaurant etwas auf die Sprünge zu helfen eignet sich die Guide Michelin App. Standort eingeben und alles, was im Umkreis ist, angucken. Zwei der Restaurants hatten geschlossen, eins war, der Optik nach zu urteilen, seit mehreren Jahren verlassen.
Glück gehabt, andernfalls wären wir nicht im Auberge Chez Guth von Yannick Guth und Emmanuelle David gelandet.
Das Restaurant liegt am Berghang der 600-Seelen-Gemeinde Steige im hinteren Teil vom Elsass. Die Aussicht ist unbeschreiblich. Sanfte Hügel sind mit satten grünen Wiesen und tief dunkelgrünen Mischwäldern bewachsen.

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Direkt neben dem Parkplatz sind die schwarzen Schweine.

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Ein paar Worte ergeben ein Gericht, man weiß nur nicht welches.

IMG_0014[1]Das Einzimmer, Küche, Bar liegt zentral in Nürnberg, was sich für die Mittagspause oder einen kurzen Zwischenstopp am Samstagmittag anbietet. Seit meinem letzten Besuch hat Tim Kohler nichts am Interieur verändert, was in Ordnung ist. Die Einrichtung ist modern und mehr Tische passen nicht rein, dann wird es ungemütlich.

Wenn man das Glück hat den Tisch mit Blick in die Küche zu bekommen, kann man sehen wie überbewertet Arbeitsfläche in einer Küche ist.  Was Tim Kohler mit seinem Souschef, für mehr Mitarbeiter gibt es in der geschätzte 7 qm großen Küche keinen Platz, kocht, ist beeindruckend. Wenn man die Qualität des Essens mit der Größe der Küche vergleicht, ist das Einzimmer in einer Liga mit dem Gabbro  in Lille, da ist in der Küche auch nicht mehr Platz als in einer Telefonzelle.

Was beim Blick in die Küche etwas überrascht, ist der Thermomix. Ich war immer der Meinung, dass es sich dabei um ein Gerät für Kochmuffel handelt, dass ein hauptberuflicher Koch damit arbeitet, hat mich überrascht.

Darum geht es nicht, es geht ums Essen.
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Der Löwe von Lyon, eine lebende Legende: Paul Bocuse

Seit über 50 Jahren tragen Paul Bocuse und das gleichnamige Restaurant am Rand von Lyon nun die höchste Auszeichnung vom Guide Michelin: 3 Sterne.
Für Feinschmecker und Liebhaber der französische Nouvelle Cuisine ist ein Besuch bei Paul Bocuse Pflicht. Das Restaurant versprüht den traditionellen Charme der französischen Küche. Draußen an der Wand sind einige der alten Meisterköche verewigt.
Wenn man Glück hat, wird man von Bocuse persönlich begrüßt, wir hatten das Glück.

Das Interieur im gesamten Restaurant ist beeindruckend und man fühlt sich in der Zeit zurück gesetzt. Je nach der Anzahl der Geburtstagsessen spielt ein Page auf einer uralten Drehorgel die Melodie von Happy Birthday. Von der Atmosphäre kann man es mit dem Lapérouse im Paris vergleichen. Dunkler Boden, lange Tischdecken, schwere Stühle, altes Porzellan und viel Gold verleihen dem Restaurant ein unvergessliches Flair.
Die Speisekarte hat eine imposante Größe, neben den A-la-carte-Gerichten gibt es noch das „Menu Grande Tradition Classique“. Die Wahl fiel nicht schwer: „Le Menu Grande Tradition pour deux, s’il vous plaît.“
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Champeaux: Alain Ducasse begibt sich auf neue Wege

Alain Ducasse ist zweifelsohne einer der besten Köche der Wdsc_0172elt. Seine Restaurants sind in Monte Carlo, Paris, London, Tokyo, New York und Hong Kong.

Mit dem Champeaux in Pars schlägt er einen neuen Weg ein, die Bistro-Küche. Eine der beliebtesten Küchenstile in Frankreich. Im Einkaufszentrum von Les Halles hat er das Champeaux eröffnet, ein Bistro im Bahnhofsstil. Neben einer modernen Einrichtung und einer ganztägigen Küche bietet das Restaurant eine übersichtliche Karte mit einer guten Auswahl an Weinen.
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Meiers ZweiSinn – mit allen Sinnen genießen

Obwohl Stefan Meier mit seinem Restaurant noch kein Jahr in Nürnberg ist, hat er schon die Auszeichnung „Aufsteiger des Jahres“ vom Feinschmecker erhalten und einen Stern im Guide Michelin. Der Mittagstisch konnte bis jetzt immer überzeugen. Dann ist es ja eine logische Konsequenz, dass man als nächstes das Gourmetrestaurant ausprobiert.

Stefan Meier war nach seiner Ausbildung in Deutschland unterwegs um sich den Feinschliff zu holen. Unter anderem im Louis C. Jacob in Hamburg, bei Juan Amador in Langen oder zuletzt im Hotel Lamm in Rosswag.
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Einzimmer, Küche, Bar: Innovative und kreative Küche

In der Nürnberger Innenstadt, in unmittelbarer Nähe vom Hauptmarkt, hat sich Tim Kohler, mit 26 Jahren, den Traum vom eigenen Restaurant erfüllt. Nach Jahren an den Herden der Sterne- und gehobenen Gastronomie hat er sich das nötige Know-How angeeignet um seine Gäste im Einzimmer, Küche, Bar kulinarisch zu verwöhnen.

Das Konzept vom Restauarant ist etwas Neues für Nürnberg. Neben einem ansprechenden Mittagstisch hat Tim Kohler Abends ein Restaurant auf gehobenem Niveau. Donnerstag bis Samstag gibt es zusätzlich ab 22:00 Uhr einen Barbetrieb.
Von der Idee sehr gut, ich kann leider nicht beurteilen, wie es sich verhält, wenn man noch am Essen ist, während der Barbetrieb losgeht. Weiterlesen

Das „SoSein“ in Heroldsberg, das kann man so sein lassen

Wer gehobene, regionale Spitzenküche in der mittelfränkischen Metropolregion sucht, kommt seit kurzem um einen Namen nicht herum. Das SoSein in Heroldsberg bei Nürnberg hat sich binnen kurzer Zeit von einem Geheimtipp zu einer der Top-Adressen in Deutschland entwickelt. Felix Schneider und sein Team verarbeiten regionale Produkte mit alten und neuen Techniken aus der Handwerks-Asservatenkammer der Köche und beleben damit den Gaumen der Gäste.

Das entspannte und freundliche Serviceteam lässt dem Gast die angenehme Wahl zwischen einer Weinbegleitung und einer alkoholfreien Begleitung. Wählt er die alkoholfreie Begleitung, bekommt der Gast zu jedem Gang jeweils abgestimmte Säfte. Flüssiger Salat, Apfel trifft auf Kohlgrün, Quitte mit Weinraute oder Koriander und Kohl. So kann man auch als Fahrer etwas anderes trinken als Wasser und Espresso.
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Gasthaus Rottner, hoffentlich nicht der neue Standard

Bis zum heutigen Mittag war ich ausschließlich zum Abendessen im Gasthaus Rottner. In der gemütlich eingerichteten Stube des barocken Backsteinhauses wird eine sehr gute, gehobene fränkische Küche angeboten.

Bis Anfang 2106 leitete Stefan Rottner alleine die Küche im familiengeführten Romantikhotel, jetzt wird er von seinem Sohn Valentin Rottner unterstützt.
Nach seiner Lehre bei Alexander Herrman im gleichnamigen Restaurant ging Valentin Rottner auf Wanderschaft durch einige der besten Küchen in Deutschland. Unter anderem lernte er bei Johannes King auf Sylt und Nils Henkel in Bergisch Gladbach.
Jetzt ist er wieder in Franken angekommen und kocht zusammen mit seinem Vater  in seinem Elternhaus: dem Romantikhotel Gasthaus Rottner.
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 Japanische Hingabe trifft auf französisches Savoir-Faire

dsc_0187In der Nähe vom Louvre und in direkter Nachbarschaft zu La Dame de Pic hat Kei sein gleichnamiges Restaurant etabliert. Man verlässt die lauten Straßen im 1. Arrondissement im Zentrum von Paris und ist unmittelbar nachdem die Tür sich hinter einem geschlossen hat, in einer Oase der Ruhe. Klare Linien, alles ist aufeinander abgestimmt und man bekommt von der Hektik und dem Krach der draußen war nichts mehr mit. Man wird freundlich und ruhig empfangen und an seinen Tisch gebracht.
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Das „Les Tablettes“ von Jean-Louis Nomicos, die Disco aus Scarface gibt es wirklich.

Wer das Les Tablettes in Paris betritt, wird so lange freundlich begrüßt, bis die Kellner erfahren, dass man alleine kommt. Da wird man mit genervtem Gesichtsausdruck durch den Raum, der den Lautstärkepegel einer Bahnhofshalle hat, an einen Tisch gebracht und erst einmal sitzen gelassen. Wenn die keine Tische für eine Person vergeben möchten, sollen Sie die Position nicht auf ihrer Seite anbieten.
Die Speisekarte bekommt man noch auf Papier, während die Weinkarte auf einem IPad hinterlegt ist  – kann man sehen, wie man will, ist auf alle Fälle praktisch, wenn mal Positionen wegfallen. Dass die Atmosphäre dahin ist, ist eigentlich egal, da das Restaurant mehr an die Disco aus Scarface erinnert, als an ein Top-Restaurant, das es doch eigentlich sein möchte.
Das Beste bis zum jetzigen Zeitpunkt war die Tatsache, dass Jean-Louis Nomicos mal eine Begrüßungsrunde gedreht hat. Zum Einstieg gibt es ein Tomatensuppen-Gazpacho mit rohen Zwiebelwürfeln und Mozzarella. Klingt einfach und simpel, war aber wirklich genial. Ist eigentlich genau das, was man erwartet – einfache Produkte verbinden sich zu einem neuen und einzigartigen Geschmackserlebnis. Auch das norditalienische Olivenöl ist klasse – man bekommt aber während des gesamten Menüs nur eine kleine Schale, wird auch auf Nachfragen nicht nachgefüllt. Schade eigentlich.
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