1515 Rhinocerus – Brasilianische Küche in Nürnberg

Im Nürnberger Stadtteil Johannis hat Viviane Zabold ihr brasilianisches Restaurant eröffnet – das 1515 Rhinocerus.

Bei brasilianischen Restaurants gibt es zwei Möglichkeiten, was die Einrichtung betrifft. Entweder überall Fußballtrikots, schlechte Beleuchtung in Kombination mit dunklen Holztischen, die Wände sind dekoriert mit 80er-jahre Postkartenmotiven von der Copacabana, der Jesus-Statue und dem Karneval oder die Einrichtung ist zeit-, schnörkellos und modern. Es ist zum Glück Letzteres und das passt dazu, wie Viviane Zabold die Küche Brasiliens interpretiert.

Die Frage, bezüglich des Dürer Nashorns als Logo, es gibt keine Nashörner in Brasilien,  kann Bettina Zabold beantworten. Auf dem gegenüberliegenden Friedhof ist Albrecht Dürer beerdigt. Das Nashorn gefällt den Inhaberinnen und gegen eine einmalige Nutzungsgebühr kann man es verwenden.
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el seco° – der authentische Geschmack Ecuadors

Vom 19.03 bis zum 31.03.2018 kommen nicht nur die Bewohner in und um Stuttgart in den Genuss von ecuadorianischer Küche. Im Kölner Pop-up Restaurant Laden ein besteht bis Ende März die Möglichkeit sich von den Jungs vom el seco° aus Stuttgart kulinarisch Südamerika näher bringen zu lassen.
Die Einrichtung ist bei allen Konzepten identisch. Die Wand rechts mit den Blumenkästen ist sehr schön und durch die offene Küche ist alles sehr einladend. Zum draußen sitzen war es leider zu kalt.

Zum Wichtigsten, dem Essen.

Ich war binnen drei Stunden zweimal da und habe mehr als die Hälfte der Speisekarte geschafft. Das hatte einen guten Grund, es war köstlich. Die Küche Südamerikas gehört zu dem Besten überhaupt.
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Meiers Bistro, Mittagspause in gut.

Stefan Meier hat sein Gourmet-Restaurant mit dazugehörigem Bistro etwas außerhalb der Nürnberger Innenstadt. Wer nicht bei der AachenMünchener oder dem ADAC um die Ecke arbeitet, geht hier wahrscheinlich nicht oft zum Mittagessen.
Wer in Nürnberg ist und mittags Zeit hat, sollte das ändern und die Möglichkeit nutzen hier eine genüssliche Zeit zu verbringen.
Der Empfang ist freundlich und das Bistro ist, wie das Gourmet-Restaurant, schön und einladend eingerichtet. Die Bistro-Karte ist überschaubar und es gibt wechselnde Tagesgerichte.
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Sergio Herman: Simple Food – Spiegeleitje Speciaal

IMG_0213Sergio Herman ist einer der besten Köche der Welt.  Sein, mit drei Michelin Sternen ausgezeichnetes Restaurant, das „Oud Sluis“ in Sluis hat er Ende 2013 geschlossen. Dafür hat er Anfang 2014 in Antwerpen „The Jane“ eröffnet.
Wie fast alle seiner Kollegen hat er einige Kochbücher herausgebracht und wie fast alle Veröffentlichungen von Kollegen seines Niveaus, kann man die meisten Rezepte nicht nachkochen.

Man benötigt exotische Zutaten (z.B. Süßdolde, Cariru, pa-ha-Stängel etc.), Chemikalien (Xantana, Lecithin etc.), eine lange Vorbereitung z.B. eine Infusion aus grünen Pinienzapfen, 15 Tage eingelegte Mairüben und zu guter Letzt eine umfangreiche Küchenausstattung mit einem temperierbaren Herd.
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Auberge Chez Guth. Wildkräuter-Spitzenküche im tiefen Elsass.

Im Hinterland des Elsasses findet man mit viel Glück ein gutes Restaurant, die Gegend ist stark vereinsamt und man bekommt den Eindruck, dass einige Dörfer in naher Zukunft aussterben.
Um dem Glück nach einem guten Restaurant etwas auf die Sprünge zu helfen eignet sich die Guide Michelin App. Standort eingeben und alles, was im Umkreis ist, angucken. Zwei der Restaurants hatten geschlossen, eins war, der Optik nach zu urteilen, seit mehreren Jahren verlassen.
Glück gehabt, andernfalls wären wir nicht im Auberge Chez Guth von Yannick Guth und Emmanuelle David gelandet.
Das Restaurant liegt am Berghang der 600-Seelen-Gemeinde Steige im hinteren Teil vom Elsass. Die Aussicht ist unbeschreiblich. Sanfte Hügel sind mit satten grünen Wiesen und tief dunkelgrünen Mischwäldern bewachsen.

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Direkt neben dem Parkplatz sind die schwarzen Schweine.

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Ein paar Worte ergeben ein Gericht, man weiß nur nicht welches.

IMG_0014[1]Das Einzimmer, Küche, Bar liegt zentral in Nürnberg, was sich für die Mittagspause oder einen kurzen Zwischenstopp am Samstagmittag anbietet. Seit meinem letzten Besuch hat Tim Kohler nichts am Interieur verändert, was in Ordnung ist. Die Einrichtung ist modern und mehr Tische passen nicht rein, dann wird es ungemütlich.

Wenn man das Glück hat den Tisch mit Blick in die Küche zu bekommen, kann man sehen wie überbewertet Arbeitsfläche in einer Küche ist.  Was Tim Kohler mit seinem Souschef, für mehr Mitarbeiter gibt es in der geschätzte 7 qm großen Küche keinen Platz, kocht, ist beeindruckend. Wenn man die Qualität des Essens mit der Größe der Küche vergleicht, ist das Einzimmer in einer Liga mit dem Gabbro  in Lille, da ist in der Küche auch nicht mehr Platz als in einer Telefonzelle.

Was beim Blick in die Küche etwas überrascht, ist der Thermomix. Ich war immer der Meinung, dass es sich dabei um ein Gerät für Kochmuffel handelt, dass ein hauptberuflicher Koch damit arbeitet, hat mich überrascht.

Darum geht es nicht, es geht ums Essen.
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Der Löwe von Lyon, eine lebende Legende: Paul Bocuse

Seit über 50 Jahren tragen Paul Bocuse und das gleichnamige Restaurant am Rand von Lyon nun die höchste Auszeichnung vom Guide Michelin: 3 Sterne.
Für Feinschmecker und Liebhaber der französische Nouvelle Cuisine ist ein Besuch bei Paul Bocuse Pflicht. Das Restaurant versprüht den traditionellen Charme der französischen Küche. Draußen an der Wand sind einige der alten Meisterköche verewigt.
Wenn man Glück hat, wird man von Bocuse persönlich begrüßt, wir hatten das Glück.

Das Interieur im gesamten Restaurant ist beeindruckend und man fühlt sich in der Zeit zurück gesetzt. Je nach der Anzahl der Geburtstagsessen spielt ein Page auf einer uralten Drehorgel die Melodie von Happy Birthday. Von der Atmosphäre kann man es mit dem Lapérouse im Paris vergleichen. Dunkler Boden, lange Tischdecken, schwere Stühle, altes Porzellan und viel Gold verleihen dem Restaurant ein unvergessliches Flair.
Die Speisekarte hat eine imposante Größe, neben den A-la-carte-Gerichten gibt es noch das „Menu Grande Tradition Classique“. Die Wahl fiel nicht schwer: „Le Menu Grande Tradition pour deux, s’il vous plaît.“
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Champeaux: Alain Ducasse begibt sich auf neue Wege

Alain Ducasse ist zweifelsohne einer der besten Köche der Wdsc_0172elt. Seine Restaurants sind in Monte Carlo, Paris, London, Tokyo, New York und Hong Kong.

Mit dem Champeaux in Pars schlägt er einen neuen Weg ein, die Bistro-Küche. Eine der beliebtesten Küchenstile in Frankreich. Im Einkaufszentrum von Les Halles hat er das Champeaux eröffnet, ein Bistro im Bahnhofsstil. Neben einer modernen Einrichtung und einer ganztägigen Küche bietet das Restaurant eine übersichtliche Karte mit einer guten Auswahl an Weinen.
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