Tatar aus Tomaten – perfekt im Sommer

Ursprünglich kommt Tatar von den Tataren, einem Reitervolk in Zentralasien. Sie haben Pferdefleisch gesalzen, unter dem Sattel aufbewahrt, um das Blut zu entfernen und zarteres Fleisch zu erhalten. Anschließend haben Sie es kleingeschnitten und roh gegessen.

In der klassischen Küche ist Tatar heute eine Zubereitung aus rohem Fleisch. Steak Tartare wird aus Rind- oder Pferdefleisch hergestellt. Das roh servierte Fleisch wird mit Eigelb, Zwiebeln, Kapern, gehackter Petersilie, Senf, Worcestersauce, Tabasco und Öl gewürzt.
In Belgien heißt das Gericht Filet américan, in Deutschland verschwindet es, wegen der Zubereitung mit rohem Ei, zunehmend von den Speisekarten.
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Etage Nürnberg – bewusstes Understatement

Wer eine Empfehlung braucht, wo man in Nürnberg sehr gut essen gehen kann und nicht auf Schäufele und Schweinsbraten besteht, dem kann ich die Etage nahelegen.
Nur wenige Minuten außerhalb der Stadtmauer, hinterm Schnepperschütz, liegt die Etage in einer alten, restaurierten Mühle an der Pegnitz.
Wen es bei sommerlichen Temperaturen in die Etage verschlägt, setzt sich am besten an einen der Tische in der Nähe der Fenster. Hier weht einem die leichte Brise der Pegnitz um die Nase, das Rauschen im Hintergrund erinnert an die Brandung des Meeres, dazu eine gut gekühlte Scheurebe als Aperitif und der Abend kann nur gut werden.

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Spaghetti alle Chitarra mit Gemüse-Carbonara

Wieder einmal ist am nächsten Tag ein Wettkampf, aus dem Grund gibt es Pasta. Diesmal sogar, wie bereits angekündigt, vegetarisch. Spaghetti mit Gemüse-Carbonara.
Da die Nudeln nicht selbst gemacht sind, handelt es sich um ein schnelles Rezept. Die Vorbereitung und der Aufwand halten sich in Grenzen und es bietet sich ein schöner Gestaltungsspielraum.
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Paprika-Spaghetti mit Sardellen und Artischocken

Für mich als begeisterten Triathleten gehören Nudeln als Kohlenhydrat-Lieferant vor Wettkämpfen dazu. Umso erfreulicher ist es dann, wenn es neue und ansprechende Ideen gibt. Das Buch „Pasta on the Rocks“ von Markus Holzer habe ich vor einiger Zeit als Geschenktipp empfohlen und das aus gutem Grund. Die Rezepte von Markus bringen Abwechslung auf den Teller.
Im Originalrezept werden die Paprika-Spaghetti selber gemacht, das habe ich mir gespart. Das Paprikapulver habe ich in dem Fall mit der Tomatensauce vermischt und mit den Nudeln geschwenkt.
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Manoir De Lébioles – kleines Versailles der Ardennen

Die Auffahrt zu dem von 1910 fertiggestellten Schloss ist atemberaubend, alleine das rechtfertigt den Besuch des Chateaus, welches unter anderem als „kleines Versailles der Ardennen“ bekannt ist. Der Vergleich zwischen dem Versailler Schloss und dem Manoir De Lébioles ist weit hergeholt.

Eine entspannte Atmosphäre in den sanften Hügeln der Ardennen, kombiniert mit einem gemütlichen Spa Bereich, einer guten französischen, regionalen Küche sind die Vorzüge, die Versailles nicht bieten kann. Außerdem halten sich die Touristenströme, im Gegensatz zu dem großen Bruder in der Nähe von Paris, in Grenzen.
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Peruanisch kochen – aber wie?

Die authentische Küche Südamerikas, insbesondere Perus, gehört sicher zu einem der  Highlights, wenn es um die Frische und Vielfalt geht. Immerhin erstreckt sich Peru über drei Klimazonen, die unterschiedlicher nicht sein können. Die Küste des Pazifiks, die Anden mit Gipfeln jenseits der 6.000 Meter und natürlich der Regenwald im Amazonasgebiet.
Diese Vielfalt gibt es nicht nur im Atlas, sondern wird von den Köchen und Köchinnen der ehemaligen Inka-Hochburg in die Töpfe, Pfannen und schlussendlich auf den Teller gebracht.
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Restaurant Villers – Mehr Schein als Sein

Auf der Suche nach einem Restaurant in Leipzig bin ich nach kurzer Suche auf das Restaurant Villers im Hotel Fürstenhof gestoßen.
Ein ambitioniertes Küchenteam kocht kreative Kompositionen der französischen und internationalen Küche, alles was es so gibt, irgendwie kombiniert. Das soll mit regionalen und saisonalen Produkten geschehen, wie dazu Jakobsmuscheln, Island-Kabeljau, US-Flanksteak und grüner Spargel im Winter passen, weiß ich nicht.
Entweder ist die Marketing-Abteilung nicht auf dem aktuellen Stand, die Küche macht was sie will oder, was am wahrscheinlichsten ist, die beiden reden nicht miteinander.
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Neobiota – Löffel rein, glücklich sein

„Kommt doch erstmal rein und esst, bevor Ihr Bilder von draußen macht“, empfängt uns Erik Scheffler mit einem freundlichen Lächeln. Der Eindruck, dass im Neobiota Geschmack und Komposition des Essens im Vordergrund stehen, stimmt und wird bei jedem Gang bestätigt.
Eine schöne Optik täuscht nicht über einen schlechten Teller hinweg. Dazu möchte ich anmerken, dass die Optik der Teller ebenfalls sehr gelungen ist.
Das Neobiota liegt zentral in einer Kölner Seitenstraße und die komplette Front besteht aus Glas. Die offene Küche direkt hinter der Bar macht das Restaurant einladend in einer locker und ungezwungenen Atmosphäre.

Das Wichtigste ist natürlich das Essen und darum waren wir schließlich da. Das Menü mit der Weinbegleitung klang schon auf der Homepage sehr gut, zusätzlich haben wir den flambierten Kaisergranat bestellt.
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Kochbücher: eigennützige und leckere Last-Minute-Geschenke zu Weihnachten

Nicht alle Kochbücher sind sinnvoll und hilfreich, trotzdem findet sich hin und wieder das ein oder andere, bei dem sich der Kauf lohnt.
Wenn die Tage kürzer, dunkler und kälter werden, was gibt es da Schöneres als in der Küche zu stehen, im Dezember noch „November Rain“ zu hören und was für seine Liebsten zu kochen.
Wer nicht weiß, was er machen soll und wieder frischen Input braucht oder wer auf die Schnelle ein paar Weihnachtsgeschenke sucht, dem kann ich zwei sehr interessante Kochbücher empfehlen – beide setzen neue Impulse und bedienen nicht den klassischen Mainstream.
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La Empanaderia: Pisco und authentische südamerikanische Küche

Restaurant-Empfehlungen sind immer gut, wenn diese sich tatsächlich als grandios rausstellen, umso besser. Der Hinweis für die La Empanaderia gehörte definitiv in die Kategorie grandiose Empfehlungen.
Ceviche, Tequeños & Co. gehören, gut zubereitet, mit zu meinen absoluten Lieblingsgerichten und in Kombination mit einen guten Pisco Cocktail macht das Essen noch mehr Spaß.
Der Empfang ist sehr freundlich und die Einrichtung ist authentisch, gemütlich und lädt zum Verweilen ein.
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