Bittere Schokolade – Xavier Kieffer ist zurück

Eigentlich wollte der Luxemburger Koch Xavier Kieffer seine Jugendliebe Ketti Faber niemals wiedersehen – an ihre gemeinsame Zeit in Paris erinnert er sich nicht allzu gerne zurück. Doch als die Patisseurin ihn einlädt, ihre neue Schokoladenmanufaktur in der Nähe von Brüssel zu besichtigen, kann er nicht widerstehen.

Kurz darauf wird Ketti brutal ermordet. Hat ihr Tod etwas mit jener mysteriösen Plantage in Westafrika zu tun, von der die Manufaktur ihren besonderen, fair angebauten Kakao bezog? Und was hat es mit dem Luxemburger Botschafter der Republik Kongo auf sich, der in etwa zur selben Zeit verstarb wie Ketti Faber? Kieffer beginnt zu ermitteln und kommt einem Verbrechen von ungeheurem Ausmaß auf die Spur. Und er lernt, dass Schokolade eine sehr bittere Angelegenheit sein kann.

Seit dem letzten Abenteuer vom sympathischen Koch Xavier Kieffer ist viel Zeit vergangen. Hinzu kommt, dass der letzte Fall mir nicht so gut gefallen hat wie die ersten vier, die allesamt überragend waren und die ich binnen kürzester Zeit zu Ende gelesen habe.
Bei Bittere Schokolade hat mein Lieblingsautor Tom Hillenbrand wieder einen handfesten Skandal in der Lebensmittelbranche in den Mittelpunkt gestellt – diesmal Schokolade.

Am Anfang laufen die Ermittlungen etwas schleppend, nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen und er kommt den Tätern immer mehr auf die Spur.
Das geschieht einmal durch Kommissar Zufall und zusätzlich dank der unzähligen Verbindungen von seinem Freund Pekka. Dadurch bekommt er Kontakte zu den unterschiedlichsten Experten. Die helfen ihm die Informationen so auszuwerten, dass sie Sinn ergeben. Während der Ermittlungen trinken die beiden wie immer eine Menge Weißwein und Kieffer raucht unzählige Ducalls, diese Konstante zieht sich durch alle Romane.
Viel weiter kann und will ich auf den Roman nicht eingehen, da dann zu viel verraten wird, nur noch so viel: Die Schokolade ist nur ein Mittel zum Zweck.

Die Anuga bekommt ebenso wie der Guide Michelin oder der gewissenlose Schweizer Lebensmittelkonzern einen anderen Namen, warum das so ist weiß ich leider nicht. Darum kann ich nicht einordnen wie es sich mit den Namen bei den unzähligen Kakaobäumen verhält.

Eine absolute Kaufempfehlung. Trotz der fast 500 Seiten ist der Roman gut zu lesen und es gibt keine langweiligen Passagen. Ich freue mich jetzt schon auf seinen siebten Fall.

C1360477-A64E-4C15-AF66-9E56E72D9702

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s