Kochbücher: eigennützige und leckere Last-Minute-Geschenke zu Weihnachten

Nicht alle Kochbücher sind sinnvoll und hilfreich, trotzdem findet sich hin und wieder das ein oder andere, bei dem sich der Kauf lohnt.
Wenn die Tage kürzer, dunkler und kälter werden, was gibt es da Schöneres als in der Küche zu stehen, im Dezember noch „November Rain“ zu hören und was für seine Liebsten zu kochen.
Wer nicht weiß, was er machen soll und wieder frischen Input braucht oder wer auf die Schnelle ein paar Weihnachtsgeschenke sucht, dem kann ich zwei sehr interessante Kochbücher empfehlen – beide setzen neue Impulse und bedienen nicht den klassischen Mainstream.

Pasta on the Rocks von Markus Holzer
In unzähligen Kochbüchern haben Jamie Oliver und Co schon alles über „ihr“ Italien erzählt. Dabei wurden Spaghetti Bolognese, Carbonara und Pesto immer etwas anders hergestellt und als das italienische Original vorgestellt.
Markus Holzer bringt endlich neue Pastarezepte aufs Papier und in die Kochtöpfe. Der Nudelteig ist schnell gemacht und gelingt Anfängern und Fortgeschrittenen, eine Nudelmaschine ist empfehlenswert. Die Saucen sind innovativ und neu, alle Nudelrezepte werden einem nicht zusagen. So sind Nudeln mit Schweineblut nicht Jedermanns Geschmack, im Vergleich zu den Rezepten aus den üblichen Kochbüchern jedoch eine gelungene Alternative. Eine Sauce Bologneser Art gibt es trotzdem, dazu noch Tomatenbandnudeln mit Linsen und Kapernfrüchten, Kartoffelgnocchi mit Garnelen und Zucchini. Leckere, einfallsreiche Pastaküche aus Südtirol.
Der Schreibstil von Markus Holzer ist erfrischend anders und die Anekdoten aus der Küche sind eine schöne Abwechslung zwischen den Rezepten.
Das Buch ist 2013 erschienen, ich habe es jetzt erst durch Zufall bekommen und gebe es sicher nicht mehr her.
Wer keine Lust zu kochen hat, kann einfach zu Markus Holzer auf die Almhütte in den Sextner Dolomiten fahren und die Nudeln vor Ort probieren.

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Algen Das große Kochbuch von diversen Autoren
Es ist sehr schwierig gute Kochbücher mit Algenrezepten zu finden, das hat einen Grund, viele Rezepte schmecken einfach grauenhaft.  Aus dem Grund leihe ich mir Kochbücher über Algen, wenn möglich, aus, bevor ich sie kaufe.
Algen, das große Kochbuch, war ein Glücksgriff in der Stadtbücherei Nürnberg, hier hat sich der Kauf, nach einer kurzen und umfangreichen Testphase in der heimischen Küche, definitiv gelohnt. Auf den ersten Seiten gibt es eine umfangreiche und sehr informative Warenkunde über die verschiedenen Algen und deren Inhaltsstoffe.
Danach folgen verschiedene Rezepte. Meerespesto, falsche Fischsauce, Seemannsbrot, Algen-Muffins, Spirulina-Erdbeer-Eis und sogar eine festliche Algentorte, alles ist möglich. Mein persönliches Lieblingsgericht ist der schnelle pfannengerührte Queller entweder mit einem Thunfischsteak (low-Carb) oder mit Tagliatelle (vegan).
Die Einsatzmöglichkeiten der Algen wirken nach diesem Buch unbegrenzt und das wichtigste, alle Rezepte die ich getestet habe, schmecken außerordentlich gut und sehen ansprechend aus.
Da etwa 70% der Erde mit Wasser bedeckt sind, ist die Alge eine gute und gesunde Alternative zu dem klassischen Gemüse und sollte öfter einen Platz auf unseren Tellern finden.
Dafür ist es natürlich von Vorteil, wenn nicht mehr so viel Müll ins Meer gekippt wird.

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Wem das zu kurzfristig ist, nach Weihnachten ist die Freude über die Bücher mindestens genauso groß.

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