Craft Beer: Alternative zu den über 300 Brauereien in Franken

Das Thema „Craft Beer“ stand in den letzten Jahren nicht auf meiner Agenda, zu viele andere Themen, mit denen ich mich beschäftigen konnte und wollte.
In meiner Wahlheimat, der landschaftlich schönen Region Franken, gibt es weit über 300 Brauereien. Damit hat Franken die höchste Brauerei-Dichte in Deutschland. Ich dachte immer, die ist in Köln, da gibt es wahrscheinlich, neben Jever, die besten.
Neben den meisten Hopfenbrauern hat Franken, sozusagen als i-Punkt und um die Stellung als Biermetropolregion zu stärken, das zurzeit stärkste Bier Deutschlands. Der Schorschbock57 mit unvorstellbaren 57% Alkohol wird von der fränkischen Brauerei Schorschbräu gebraut. Zum Vergleich: der Jever Digestif hat nur 40%.

Eher zufällig bin ich auf das Mc Kinley gestoßen, eine Craft Beer Bar, etwas versteckt in Nürnberg. Bis jetzt habe ich es noch nicht rein geschafft, sieht mit einem Kleinkind in der Manduca extrem blöd aus, um mir einen Überblick in die unterschiedlichen Bierarten zu verschaffen. Darum habe ich mich, um das Thema etwas zu erschließen,  in der Nürnberger Bierothek beraten lassen und eine gute Mischung an unterschiedlichsten Craft Beeren eingekauft. Nicht alle waren gut, zwei konnten mich überzeugen und stehen seitdem des Öfteren neben Jever und Mühlenkölsch in meinem Kühlschrank.

Das Nürnberger Drei im Seidla und das Augustus 8 (BierManufaktur Riegele) waren geschmacklich genau das, was ich erwartet habe.  Es ist weniger der typische Geschmack von Bier, wenn ich den möchte, trinke ich Jever oder genieße ein zapffrisches Kölsch, es ist die Vielfalt an Aromen die Craft Biere, meiner Meinung nach, einzigartig und somit besonders macht. Das muss nicht unbedingt jeder toll finden und mögen, Bier mit Maracuja oder Banane und Karamel klingt erstmal befremdlich, schmeckt trotzdem.

Das Augustus 8 ist weniger herb, mit 8% aber kräftig, Banane und Karamell geben ihm eine angenehme Süße.  Passt weniger in den Sommer, obwohl gut gekühlt sicher nicht fehl am Platz, nur bitte nicht mehr als zwei in der Sonne.
Meiner Meinung nach die perfekte Ergänzung zu Wildgerichten im Spätsommer oder Herbst. Fasan, Ente oder Perlhuhn, rosa gebraten mit einer feinen Sauce, gerne mit etwas Schokolade. Dazu kommen dann im besten Fall die letzten Sonnenstrahlen in einem vom rot, über orange bis ins gelb laufende Blättermeer, dabei einen genüsslich, kräftigen Schluck von einem kühlen Augustus 8, der Tag könnte nicht schöner sein.

Beim Drei im Seidla Bier handelt es sich um Nürnberger Wanderbrauer. Diese brauen  bei anderen Brauereien ihr kalt gehopftes Lagerbier mit 5,5% und Aromen von Mandarine und Maracuja. Was so klingt, als hätte es im Bier nichts zu suchen, verbindet sich mit der angenehm herben Note, gut gekühlt, zu einer erfrischenden Mischung, die bei Sonnenschein auf dem Balkon hervorragend schmeckt. Dazu etwas Obazda, Rettich, ein kräftiges Schwarzbrot, der Sommer könnte ewig dauern.

In der Bierothek wurde mir heute das Simco 3, ebenfalls von der BierManufaktur Riegele, empfohlen, Aromen von Aprikose und Mango, ich bin gespannt.

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