Le Servan Paris – scharfe französische Küche

Der TGV hatte Verspätung,  der Akku meines Handys war leer und trotzdem habe ich es irgendwie geschafft in Paris, ohne Navigation und Google, das Le Servan zu finden.
Betrieben wird dieses kleine, überschaubare Restaurant oder Bistro von den Geschwistern Tatiana und Katia Levhas.
Während Tatiana, die Köchin, französische Klassiker neu interpretiert, kümmert sich Ihre Schwester als Restaurantleiterin erstklassig um das Wohl der Gäste.

Das Restaurant ist typisch für ein Pariser Bistro, eng und vollgestellt. Bei den Mieten, die in Paris verlangt werden, ist das kein Wunder, es ist trotzdem gemütlich, wie sie das geschafft haben, kann ich nicht beschreiben, sie haben es geschafft. Eine offene Küche, eine schöne Bar und hohe Fenster haben sicher ihren Teil dazu beigetragen.

Zum Einstieg gab es marinierte Sardinen auf getoastetem Brioche mit gewürzter Butter. Die Sardinen waren mit etwas Honig mariniert, in Kombination mit dem leicht salzigen Fisch und der dezenten Schärfe aus der Butter passte es hervorragend zum lauwarmen, getoasteten Brioche.
Die Miesmuscheln mit Chili und Thai-Basilikum waren mit etwas Honig abgerundet, das war nicht gerade eine Neuerfindung, hat trotzdem sehr gut geschmeckt. Der trockene Weißwein mit Aromen von Zitrone und Grapefruit war eine gut empfohlene Begleitung.

img_0203.jpgRohe Langusten mit einer Passionsfrucht-Chili-Sauce und Koriander als Vorspeise waren für den Wein etwas zu kräftig, der ist bei dem Gang untergegangen. Das Zusammenspiel der Aromen und Konsistenzen war vorzüglich. Die Säure der Passionsfrucht mit der Frische des Korianders hat gut zu den Langusten gepasst.

Wie leider so oft war der Hauptgang weit hinter den Erwartungen und der ursprünglich gedachte Höhepunkt blieb aus. Weidehühnchen mit geröstetem Pak Choi, Koriander und grünem Curry. Das Gericht war unausgewogen, die Linie hat gefehlt und geschmacklich blieb es weit hinter den anderen Gerichten zurück.  Dafür hat der Wein da wieder gepasst.

Das Rharbarber-Tartelette mitMandeln und einem Chili-Erdbeer-Sorbet sah toll aus, war meiner Meinung nach etwas zu scharf.

Im Großen und Ganzen kann festgehalten werden, dass Tatiana eine gute Köchin ist, die französische Klassiker gerne scharf neu interpretiert.

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Hähnchenbrust mit Pak-Choi

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Langustine mit Passionsfrucht

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Sardinen auf Brioche

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Rharbarbar-Tartlettes mit Erdbeer-Chili-Sorbet

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