Gin-Seng – Bei Dr. Jaglas trifft Ginseng auf Wacholder

Auf der ProWein 2018 habe ich in der letzten Halle, Spirituosen kamen bei mir aus strategischen Gründen zum Schluss dran, noch einen sehr interessanten Gin entdeckt.
Seit einigen Jahren liegt Gin im Trend und neben dem gelben Tonic Water von Schweppes, welches viele Jahre jedem gereicht hat, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von unterschiedlichen Tonic Waters im Einzelhandel. Diese haben alle ihre Berechtigung, dazu kann ich mich nicht äußern.

Über Gin weiß ich drei Sachen:
1. Es ist eine Spirituose auf Basis von Wacholder.
2. Ich trinke ihn am liebsten mit Tonic (dem gelben von Schweppes), Eis und Zitrone (wahlweise Gurke).
3. Wenn ich zu viel trinke, geht es mir am nächsten Tag nicht sehr gut.

Der Gin von Dr. Jaglas ist speziell, darum habe ich mir für die Verkostung von Gin-Seng zusätzlich Rat von einem Experten eingeholt. Gianni Ripa, Inhaber des Gin & Julips, einer von Nürnbergs führenden Cocktail-Bars. Gianni ist seit vielen Jahren Barkeeper, hat etliche Gintastings durchgeführt und 2018 erfolgreich an der bayrischen Meisterschaft teilgenommen.
Was positiv ist, Frau Dr. Jaglas gibt es wirklich, sie ist nicht nur eine Marketingfigur wie Captain Morgan. Auf der ProWein war sie vor Ort und hat Interessierte mit der neuesten Kreation aus ihrem Haus versorgt – dem Gin-Seng.

Am Verpackungsdesign wurde wie beim Artischocken- und dem Golfers Ginseng Elixier nichts geändert. Wer die formschöne Flasche aus dem Pappschuber genommen und geöffnet hat, dem steigt ein kräftiger Wacholdergeruch in die Nase, soweit alles normal. Dann kommt der erst Schluck und „der Ginseng, der König der Bitterkräuter, stimmt mit seinem Hofstaat aus weiteren unzähligen Bitterkräutern“ in das Aromen-Konzert mit ein. Ginseng-, Baldrian-, Enzian- und Zitwerwurzel, Pomeranzenschale, Muskatnuss und Kardamonfrüchte, um nur einige zu nennen, begleiten Ginseng und Wacholder zu einem wohl einzigartigen Gin.
Der Gin ist sehr bitter, aus dem Grund sollte er mit einem fruchtig-blumigen Tonic Water gemischt werden, zum Beispiel Schweppes Dry Tonic Water.

Wer etwas Neues ausprobieren möchte, für den hat Gianni zwei Vorschläge ausgearbeitet.

Black-Ginseng
4cl Ginseng
2cl Schwarztee-Infusion (mit Schalen von Limette, Orange und Zitrone)
1 Schuss/Dash Limette
in ein Cocktailglas mit drei – vier Eiswürfeln geben und mit 100 – 120 ml Tonic Water aufgießen.

Eine Tee-Infusion kann auf zwei verschiedene Arten hergestellt werden.
Die Zitrusfrüchte schälen, mit vier bis fünf Teelöffel (Earl Grey) mit kochendem Wasser übergießen und eine Stunde ziehen lassen. Dann alles durch ein Sieb abseihen. Kühlstellen, kann für diverse Cocktail verwendet werden.
Kalte Tee-Infusion – die Schalen mit dem schwarzen Tee in einem Sodastream oder eine Espumamaschine geben. Ein bis zwei Kapseln eindrehen. Kohlensäure ablassen und ebenfalls durch ein Sieb abseihen.

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Ginseng-Gimlet

2cl Limejuice
4cl Ginseng
zusammen auf Eis schütteln, in ein Cocktailglas mit 3-4 Eiswürfeln geben und mit 100 – 120 ml Tonic Water aufgießen. Eine Orangenzeste aufdrehen und in den Drink geben.

Es lohnt sich beide zu probieren. Wer will kann, den Ginseng klassisch als Gin-Tonic genießen oder natürlich pur.

„Pur ein Genuss – Tonic kein muss.“

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