Gefährliche Empfehlungen. Xavier Kieffer ermittelt wieder.

Gefährliche EmpfehlungFrankreichs legendärer Gastroführer »Guide Gabin« lädt zu einem rauschenden Fest in seinem neuen Firmenmuseum in Paris, und der Luxemburger Koch Xavier Kieffer ist mittendrin. Während der Feier verschwindet eines der Exponate – die extrem seltene Ausgabe des »Guide Bleu« von 1939, von der nur wenige Exemplare existieren. Kieffer beginnt, Nachforschungen anzustellen. Bald erfährt er, dass wegen der Sternebibel bereits mehrere Menschen sterben mussten. Aber was ist so gefährlich an einem über siebzig Jahre alten Restaurantführer? Was ist das Geheimnis des blauen Buchs?

Sein fünfter Fall und es geht um den legendären Gastroführer. Eigentlich heißt der Guide Michelin und ist rot, aber da gibt es anscheinend Lizenzprobleme.
Im Gegensatz zu den anderen Romanen ermittelt Kieffer diesmal nicht in der phantastischen Welt der Lebensmittel. Weder Glutamat, noch Thunfisch oder Olivenöl und auch keine gewissenlosen Rohstoffspekulanten, denen Kieffer diesmal auf die Schliche kommt. Diesmal gilt es das Rätsel des „Guide Gabin“ von 1939 zu lösen. Das ist leider spannend wie ein Kochbuch von Paul Bocuse als Lektüre wenn man gerade eine Detox-Kur macht.

Kieffer reist natürlich wieder durch Europa, der französische Präsident ist auch mit von der Partie, aber es will keine richtige Spannung aufkommen.
Warum? Weil es einfach nur um ein Buch von 1939 geht. In seinen anderen Romanen wurde erklärt, wieso und in welchen Umfang Olivenöl gefälscht und falsch deklariert wird. Warum man Thunfisch nicht züchten kann oder wie Rohstoffspekulanten Lebensmittelpreise beeinflussen.
Das Thema Lebensmittel wird in dem Buch nur selten aufgegriffen und meistens auch nur, wenn es ums Kochen geht. Leider steht es dieses Mal nicht mehr im Mittelpunkt.

Man kann dem Buch Positives abgewinnen. Der Schreibstil von Tom Hillenbrand gefällt mir immer noch sehr gut. Die Atmosphäre bei den Straßenhändlern an der Seine ist nahezu perfekt eingefangen. Ich habe das Buch nach meiner Rückkehr aus Paris Ende Januar gelesen und diese besondere Atmosphäre der Seine war wieder da.

Leider ist der fünfte Fall nicht so überragend wie die vier anderen Fälle, nichtsdestotrotz lag das Buch keine Woche auf meinem Nachttisch. Das Wichtigste war, dass Kieffer wieder ermittelt. Der Ducal rauchende Koch ist einem nach seinen ersten vier Fällen irgendwie ans Herz gewachsen. Bin schon gespannt auf den hoffentlich sechsten Fall.

 

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