Japanische Hingabe trifft auf französisches Savoir-Faire

dsc_0187In der Nähe vom Louvre und in direkter Nachbarschaft zu La Dame de Pic hat Kei sein gleichnamiges Restaurant etabliert. Man verlässt die lauten Straßen im 1. Arrondissement im Zentrum von Paris und ist unmittelbar nachdem die Tür sich hinter einem geschlossen hat, in einer Oase der Ruhe. Klare Linien, alles ist aufeinander abgestimmt und man bekommt von der Hektik und dem Krach der draußen war nichts mehr mit. Man wird freundlich und ruhig empfangen und an seinen Tisch gebracht.
Schon beim Amuse Gueule bekommt man einen Vorgeschmack auf das, was einen hier erwartet. Es ist wie bei Slash, Genie und Wahnsinn liegen einfach nah beinander. Kei behandelt jedes Produkt mit dem gehörigen Respekt und entwickelt es mit anderen Produkten weiter. Verschiedenen Garmethoden, Gewürze, Kräuter, Konsistenzen – all das vermischt er zu etwas komplett Neuem, ohne dabei den Geschmack des Produktes zu vernachlässigen. Die Ideen von Kei scheinen dabei unendlich. Optisch bis ins kleineste Detail perfekt, geschmacklich gibt es nichts zu beanstanden und der Service trägt den Rest dazu bei. Man merkt bei jedem Teller, dass er sein Handwerk perfekt beherrscht und sich bei den Besten seiner Zunft den letzten Schliff geholt hat. Und seine Zukunft ist vielversprechend. Kei hat den Willen, den Anspruch an sich selbst, den Ehrgeiz, dass er alles, was er in die Finger bekommt, weiter entwickeln möchte.

Gemüserohkost, Avocado und Kräuter unter Zitronenschaum war nicht nur optisch eindsc_0191 Meisterwerk. Jede Zutat für sich war lecker und wenn man sie miteinander vermischt, entwickelt sich ein unbeschreibliches Aroma. Die mit Mascarpone, Trüffel und Parmaschinken gefüllte Artischocke stand dem in nichts nach. Wenn man nur die Zutatenliste sieht, denkt man sich nichts dabei, aber die Art und Weise wie er es kombiniert und auf den Teller bringt, ist außergewöhnlich.

Der Fischgang war das nächste Highlight. Geschuppt war der Fisch natürlich. Mit einer Reiskruste hat er eine knackige Haut simuliert, die in Kombination mit Anis und Alge hervorragend geschmeckt hat. Dann gab es eine Garnele, die mit den Scheren im Stroh „geröstet“ wurde. Das hatte ich zuletzt im Ekstedt in Stockholm. Der rauchige Geschmack, den die Garnele dadurch bekommt, passt hervorragend.
dsc_0192Bevor es zum Ziegenfrischkäse mit fermentiertem Cidre ging, gab es noch die rosa gebratene Entenbrust mit Feige und Portwein, die den anderen Gängen in nichts nachstand.

Um das Menü mit etwas Süßem abzuschließen gab es ein grün & rosa Yin und Yang aus dsc_0196Limetten und Himbeeren.

Wer in Paris ist, sollte sich dieses Restaurant auf keinen Fall entgehen lassen.

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