Huîtrerie Régis: Seeigel & Austern im Zentrum von Paris.

dsc_0219Wer in Paris ist und Austern oder Seeigel essen möchte, kommt an der Huîtrerie Régis nicht vorbei.
Das Bistro liegt im 6ten Arrondissement, also sehr zentral, zwischen der Seine und dem Musée du Luxembourg.
In der Seitenstraße kann man bei schönem Wetter draußen sitzen. Wem das zu heiß ist, der muss auf einen der raren Tische im Restaurant warten. Da ich die letzten Sonnenstrahlen noch genießen wollte, war ich froh einen Tisch draußen ergattert zu haben. Die Karte ist sehr übersichtlich, es gibt Austern und Seeigel in verschiedenen Größen und die dazu passenden Weine.
Ein Dutzend Austern, ein kleiner Seeigel, dazu eine Karaffe Wasser und Weißwein. Darum heißt es, dass man lebt wie Gott in Frankreich. Der Wein und das Wasser werden schnell serviert, Austern und Seeigel lassen aber auch nicht viel länger auf sich warten. Zu dem Seeigel und den Austern wurde Brot, Salzbutter und eine Rotweinessig-Sauce gereicht.

dsc_0220Das war er dann also, der erste Seeigel in meinem Leben. Auf der Suche nach dieser Delikatesse habe ich eine Woche Restaurants in Paris abgeklappert. Geschmacklich erinnert er mich an kalte, verkochte und versalzene Pfifferlinge, die viel zu lange im eigenen Saft lagen. Es war schwammig, glitschig und irgendwie geschmacklos – außer Salz und einen Hauch von Meer habe ich nichts geschmeckt. Es soll Leute geben, die das von Austern behaupten.
Die Austern waren sehr gut, aber es gibt für mich bei Austern leider immer ein Problem.
Seitdem ich einen Sommer in Bordeaux verbracht und dort in Lège-Cap-Ferret Austern gegessen habe, sind Austern nicht mehr Austern.
Im Emile et une huître wurden die Austern morgens aus dem Bassin d’Archachon geholt und im Becken hinter dem Haus bis zum Öffnen zwischengelagert. Meeresrauschen, Strand, Sonne und Sand zwischen den Füßen tragen ihren Teil dazu bei, dass die Auster schmeckt, wie sie schmeckt.

Dafür gab es da nicht diese Sauce –  Rotweinessig mit ganz fein gehackten Schalotten und etwas schwarzen Pfeffer vermischt, die man je nach Geschmack über die Austern träufelt.
Ein Besuch lohnt sich, aber Zeit sollte man mitbringen, denn Reservierungen werden nicht angenommen.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s