Tod in Bordeaux, ein Weinhändler ermittelt in der schönsten Weinregion der Welt

Martin Bongers ist erschüttert: Gestern erst hat er sich von seinem besten Freund, einem WinzerTod in Bordeaux im Bordelais, verabschiedet, nun ist Gaston tot. Und der Wein, den Martin verkosten sollte, ist ihm auf seiner Rückreise nach Frankfurt gestohlen worden. Martin wird misstrauisch. Er muss zurück nach Frankreich, muss wissen, was mit Gaston geschehen ist.

Für seinen ersten Roman hat Paul Grote direkt die Hauptstadt des Weins als Schauplatz gewählt – die wunderschöne Region rund um Bordeaux mit dem malerischen (im Sommer etwas  überlaufenem) Weindorf  Saint Émilion. Nachdem ich zuerst seinen Roman Spur des Barolo gelesen habe und davon angetan war, habe ich mich danach für eine Flasche Bordeaux als Begleitung zu meiner Lektüre entschieden, da kam dann natürlich nur ein Buch in Frage.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Martin Bongers, seines Zeichens Weinhändler aus Frankfurt mit einem hervorragendem Gaumen. Auf der Rückfahrt von Saint Èmilion zu seinem Geschäft nach Frankfurt bekommt er von seinem besten Freund Gaston ein paar Flaschen Wein, die er bitte zu Hause testen soll. Die Flaschen (bis auf eine) werden in der Nacht aus seinem Auto geklaut und Gaston wird bei einem Unfall mit einem Gabelstapler getötet. Dann erkundigen sich noch Kunden, nachdem Wein der gestohlen wurde und das Ganze nimmt seinen Lauf. Die Handlung ist logisch und der Spannungsbogen ist gut geschrieben, nach einer kurzen Einleitung geht es auch direkt los und es bleibt bis zum Ende spannend. Der kriminalistisch geübte Leser kann natürlich einige Dinge vorher schon lösen und man weiß auch schon recht früh, um was es geht, aber das gibt der Spannung keinen Abbruch, das Buch macht Spaß. Paul Grote vermittelt nebenbei auch noch etwas Weinwissen und bringt einem die Region näher.

Das Thema war damals aktuell, vielleicht sogar noch heißer als heute, aber es ist heute immer noch aktuell. Wenn man bedenkt, dass allein in China mehr als neunmal soviel hochklassiger Bordeaux auf den Markt kommt, als die Region überhaupt produzieren kann. Da habe ich mich bei meiner Lektüre dann schon das ein oder andere mal gefragt aus welchen Trauben und woher mein „Bordeausx“ jetzt eigentlich kommt.

Martin Bongers ist Weinexperte und hat im Roman nur beim direkten Vergleich minimale Unterschiede festgestellt, da ist es doch leicht einem Laien gefälschten Wein unterzujubeln – wahrscheinlich einfacher als Falschgeld. Gefälschter Wein ist aber einfacher in Umlauf zu bringen als Falschgeld. Auch die Themen Zolldokumente, Verschiffung, etc. ignoriert Paul Grote nicht, sondern bezieht sie in die Handlung mit ein.

Ein Buch, das sich lohnt und Lust auf die nächsten Bücher macht. Da ich aber noch von ein paar anderen Autoren Gastrokrimis rumliegen habe, wird das nächste Buch noch etwas auf sich warten lassen.

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