Das Biotiful in Paris: Marihuana Geruch und Kalbstatar

Vielleicht liebe ich Paris so weil ich aus Köln komme. Beide Städte sind sich sehr ähnlich, sie sind laut, dreckig, überteuert und das Leben spielt sich auf der Straße ab – Paris ist im Vergleich zu Köln in allen Punkten noch etwas extremer.
Darum gestaltet sich die Suche nach einem guten und bezahlbaren Bistro in Paris noch schwieriger, gerade wenn man in einem der Touristenviertel ankommt, in meinem Fall Montmartre. Das Viertel mit Moulin Rouge, Placé Tertre und Montmarte Village mit der berühmten Kathedrale Sacré-Coeur von der aus man meinem einen tollen Blick über die dsc_0127Stadt hat und wo einst die Künstler zu Hause waren ist sicher jeder Tourist schon einmal gewesen.  Da das Viertel so schön ist, sollte man da auch Definitiv nicht essen gehen, den Gastronomen hier geht es nicht um Stammgäste, was man nicht nur an der Qualität der Speisen sieht sondern auch am den Preisen, die weit über den Durchschnitt von Paris liegen.Meine Unterkunft war zum Glück etwas außerhalb des Tourismuszentrums in der Rue Legendre nicht weit vom Place de Clichy. In der 18 rue Biot habe ich dann das „Biotiful“ entdeckt und sogar noch einen Platz an der Bar bekommen.
dsc_0124Eine gemütliche und einladende Einrichtung mit polierten Holztischen, vollen Weinregalen an den Wänden und in der hinteren Ecke stehen Sofas und Sessel für Leute die nur Wein oder Cocktails trinken möchten. Während man die Karte gereicht bekommt steigt einem von draußen der Geruch von Marihuana in die Nase, ist in Paris anscheinend genauso normal wie in Bordeaux. Ein 3-Gänge Menü kostet 38€ was für Pariser Verhältnisse absolut in Ordnung und auch die Weinpreise sind angemessen.
Als Vorspeise gab es Kalbstatar mit Anchovis, Fenchel und Oliven. Bevor ich hier lange aushole, es war sensationel.dsc_0122

Ich hätte am liebsten die beiden anderen Gänge storniert und nur noch Kalbstartar gegessen.
Der Schweinebraten mit der Creme PDT, Koriander und Mirabellenkompott hat auch sehr gut geschmeckt und war von der Portion ausreichend. Der Weißwein, den ich zu den beiden Gängen getrunken habe, hat gepasst.
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Der Käseteller zum Abschluss war eine gute Auswahl von verschiedenen Hart- und Weichkäse und der Rotwein dazu musste sich auch nicht verstecken. Es war alles sehr lecker, der Service war freundlich, die Atmosphäre entspannt und locker und für Pariser Verhältnisse war es definitiv nicht teuer.

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