Das ZweiSinn Meiers, Bistro und Fine Dining in Nürnberg, einer der Aufsteiger des Jahres macht sich Selbstständig.

Ende März 2016 hat Stefan Meier mit dem ZweiSinn Meiers ein interessantes und gutes neues Konzept in Nürnberg eröffnet. Im Empfangsbereich und auf der Terrasse gibt es ein Bistro mit einer übersichtlichen Karte und im hinteren Bereich ist ein Gourmet-Restaurant. Beides ist sehr schön und einladend eingerichtet.
Mit dem Bistro möchte er die Laufkundschaft und Buisnesskunden aus der näheren Umgebung ansprechen und damit Lust auf sein Gourmetrestaurant machen.
Nach seinen Stationen wie dem Louis C. Jacob und Juan Amador ist es auch durchaus berechtigt, sich in dem Bereich etablieren zu wollen.

Der Service ist zuvorkommend, nicht aufdringlich und gibt uns alle relevanten Karten mit dem Hinweis auf zukünftige Veranstaltungen und Themenmenüs im Restaurant.

Wir starten mit einem trocknen Weißwein auf Empfehlung das Hauses und einem Winzersekt nach Champagnerverfahren, da es Mittagszeit ist und noch dazu sehr warm, bleibt es auch dabei.

Das Tataki vom Yellowfin-Thunfisch auf Wasabi-Gurken-Salat mit Avocado und der dsc_0117japanischen Vinaigrette ist für den Einstieg die richtige Wahl . Der Thunfisch ist kurz scharf angebraten und dann in schwarzen Sesam gerollt, dadurch ergibt sich ein wirklich gut abgestimmter Einstieg. Auch die Kombination mit dem Gurkenalat und der Vinaigrette harmoniert sehr gut.

Das handgeschnittene Beef Tatar an Pommery-Senfeis, Zitronenpfefferschmand dsc_0119und Brotchips stand dem überhaupt nichts nach. Ich wünschte, ich hätte beides bestellt, aber so blieb mir nur das Vergnügen einen Bissen von meiner Begleitung zu bekommen. Immerhin – besser als nichts. Hoffentlich bleibt es auf der Karte, beim nächsten Besuch nehme ich das.

Den Zwischengang haben wir ausfallen lassen – was eine gute Idee war, da wir nach der Vorspeise und dem Hauptgang beide nur noch in der Lage waren uns das Dessert zu teilen.

dsc_0121Der Hauptgang war dann der Island-Kabeljau mit Kartoffel-Meerettich-Püree auf Blattspinat mit Dijonsenfsauce. Wie die beiden Vorspeisen in allen Belangen überzeugend, lediglich an der Optik kann man etwas arbeiten. Wenn ich einen weißen Fisch mit einer Senfsauce und Kartoffelpüree auf Blattspinat serviere, wirkt es farbig etwas eindimensional. Man kann beim Kabeljau die Haut dran lassen oder den Spinat etwas versetzt auf den Teller drapieren, das würde der ganzen Sache etwas farblichen Glanz geben und man hätte die Haut, die der ganzen Sache einen leichten und knackigen Biss verleiht. Aber der Kabeljau war auch so sehr gut, man will sich ja nicht an Kleinigkeiten aufreiben. Durch den schwarzen Teller wird es nicht einfacher eine adequate Lösung zu finden.

Um das Menü abzuschließen haben wir uns, wie erwähnt noch die Tonkabohnen-Crème-Brûlée geteilt, dazu wurde Cassis-Sorbet gereicht. Die Crème war wirklich sehr gut und auch das Sorbet hat eine gute Fruchtnote und eine angenehme Süße. Etwas mehr Crème hätte es allerdings sein dürfen, wenn der Löffel nur drauf gefallen ist, hat er das Karamell durchstoßen und war direkt auf dem Boden.

Leider liegt das Bistro nicht in der Nähe von meinem Büro, so kann ich meine Mittagspausen nicht regelmäßig hier verbringen, werde aber sicher noch das ein oder andere Mal vorbeischauen.

Beim Feinschmecker hat Stefan Meier es auf die Liste zum Aufsteiger des Jahres geschafft. Wenn man sich anguckt, was er in Nürnberg in kürzester Zeit aufgebaut hat, nicht zu unrecht. Weiterhin viel Erfolg.

 

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